Gen Z & Gen Alpha im Marketing: So werden und bleiben Marken bei jungen Zielgruppen relevant mit Maurice van gen Hassend
Shownotes
Wie ticken die Zielgruppen von morgen? Von TikTok zu Snapchat, von Instagram zu Reddit? Die Generation Z und die Gen Alpha stellen das traditionelle Marketing scheinbar auf den Kopf. Jeder jenseits der Gen Z hat Vorurteile und Meinungen, die wenigsten arbeiten aber an diesen Zielgruppen und es ist ihr Hauptjob, diese zu erreichen. Grund genug, das zu ändern. Deshalb ist heute Maurice van Gen Hassend (Gen Z Lead & Communications Manager bei Intermate) im OMR Education Podcast zu Gast. Im Gespräch mit OMR Report-Chefredakteur und Podcasthost Rolf Hermann geht es heute darum, wie Marken diese Generationen verstehen, erreichen und langfristig binden können.
Wir räumen mit Vorurteilen auf, blicken auf die spezifische Social-Media-Nutzung und zeigen, welche Markenerlebnisse geschaffen werden müssen, damit Loyalität in der Jugend beginnt und anhält. Diese Folge ist essenziell für alle, die verstehen wollen, wie sich das Marketing anpassen muss, um für die Konsumenten von morgen relevant zu bleiben und dabei nicht platten Personas hinterherlaufen wollen.
Über diese Themen sprechen Rolf und Maurice:
- Die fundamentalen Unterschiede zwischen Gen Z und Gen Alpha – geht es nur ums Alter?
- Warum diese beiden Zielgruppen aktuell so spannend für Marketers sind.
- Wie realistisch sind die gängigen "Vorurteile" zur Gen Z (Nachhaltigkeit, Werte-Set) – und was steht in einem guten Marketing-Briefing?
- Welche Besonderheiten es bei der Social-Media-Nutzung gibt und welche Plattformen/Kanäle jetzt relevant sind.
- Beginnt Markenbindung bei der Gen Alpha früher als bei der Gen Z?
- Welche Markenerlebnisse Loyalität schaffen und wie man diese Generationen erobert, ohne sich anzubiedern.
- Best Practices und Beispiele für die Kampagnendurchführung (Plattform, Storytelling, Conversion).
- Wie Gen Z und Gen Alpha das Marketing als Ganzes verändern und welche Trends auf uns zukommen.
- Wie sich Brands und Marketingteams perspektivisch aufstellen müssen, um relevant zu bleiben.
Take Aways für deine Zielgruppenstrategie
- Vom "Wer ist die Gen Z?" zur "Wo ist die Gen Z?"-Frage: Verstehe, dass die Unterscheidung nicht nur biografisch ist, sondern vor allem auf digitalem Nutzungsverhalten und Content-Erwartungen basiert.
- Definiere dein Marketing nicht nur über die Werte, die du annimmst, sondern über die Plattformen, Formate sowie Communities, auf denen die Zielgruppe nativ unterwegs ist.
- Loyalty-Aufbau beginnt jetzt mit Authentizität: Die Bindung zur Gen Alpha beginnt sehr früh und wird durch echte, niederschwellige Interaktion und natürliche Integration in ihre digitalen Welten (z.B. Gaming, Creator-Content) geschaffen. Marken müssen als kulturelle Kuratoren, nicht als reine Verkäufer, auftreten.
- Baue Accounts für die richtige Community und nicht einen für alles: Bedürfnisse und Interessen ändern sich mit der Zeit. Der Content-Graph liefert dir zuverlässig die passende Audience für deine Inhalte.
Weiterführende Links:
Maurice van Gen Hassend bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mauricevangenhassend/
Rolf bei LinkedIn https://www.linkedin.com/in/rolf-hermann/
OMR Education Newsletter https://education.omr.com/pages/newsletter
OMR Education bei LinkedIn https://www.linkedin.com/showcase/omr-education-/
OMR Education bei Instagram https://www.instagram.com/omr.education/ Geförderte Weiterbildung bei
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Transkript anzeigen
00:00:04: Der OMR
00:00:04: Education
00:00:05: Podcast.
00:00:09: Es ist mal wieder Montag.
00:00:10: Zeit für eine neue Folge OM-Education.
00:00:12: Mein Name ist Rolf Herrmann.
00:00:13: Ich bin der Chefprodukteur der OMR-Reports.
00:00:15: Heute mit einer Stimme wie Rabe Abrax, sagst du, da müsst ihr leider durch.
00:00:18: Die Erkältung hat bei mir
00:00:20: zugeschlagen.
00:00:21: Dafür habe ich einen spannenden Gast heute für euch am Start.
00:00:23: Und zwar Maurice van Genharsendt ist am Start.
00:00:26: Der ist Gen-Z-Lead by InterMate.
00:00:28: Ich finde es immer interessant, dass man viel über die Gen-Z und die Gen-Alpha spricht.
00:00:32: Aber selten oder gar nicht mit ihnen.
00:00:34: Das wollte ich heute mal ändern.
00:00:35: Und habe mir Maurice eingeladen, selber Teil der Gen-Z.
00:00:39: mal gefragt, was hältst du eigentlich von diesen Generationsmarketing-Ansatz?
00:00:43: Ist das Quatsch?
00:00:44: Kann das weg?
00:00:44: Oder steckt der Alverswares drin?
00:00:46: Welche Vorurteile können wir aus dem Weg räumen?
00:00:48: Und wie ist eigentlich deine junge, frische Perspektive auf das Thema Social-Media-Marketing gesagt getan?
00:00:54: Und Maurice hat geliefert.
00:00:55: Deshalb lehnt euch zurück, rückt eure AirPods zurecht.
00:00:58: und dann viel Spaß mit Jen Alpha und JenZ Marketing.
00:01:01: mit Maurice van Genhaar sind von InterMate.
00:01:04: Wir gehen rein.
00:01:06: Moin Maurice, schön, dass du da bist.
00:01:08: Hallo, ich freue mich, dass ich da sein darf.
00:01:10: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:11: In guter Alter OMA Education Tradition, wer bist du?
00:01:14: Was machst du da und warum ist eine saugut Idee mit über die Themen Gen Z und Gen Alpha zu sprechen?
00:01:18: Hi, ich bin Maurice.
00:01:19: Ich bin Gen Z Lead und Communications Manager bei InterMate.
00:01:23: Das heißt, ich habe grob zwei Aufgaben.
00:01:25: Einmal, und das ist meine Hauptaufgabe, Marken.
00:01:29: Dabei zu unterstützen, junge Zielgruppen zu erreichen.
00:01:32: Das bedeutet dann unter anderem Gen Alpha, Gen Z, wenn man in diesem Generation denken möchte.
00:01:39: Und ansonsten, meine andere Aufgabe ist so ein bisschen, unser Agentur Marketing voranzutreiben und uns an Markt zu positionieren.
00:01:46: Deshalb ist es wirklich eine Saugut, die mit dir zu sprechen, weil genau was du ja gerade in deiner Jobdescription einmal getan hast, ist ja das, worüber wir heute reden wollen, beziehungsweise auch was der Auslöse für unser Gespräch ist.
00:01:55: Ich höre in ganz vielen Dialogen mit Brands oder auch mit Marketiers.
00:01:58: Das eines der Hauptziele heutzutage ist, wir müssen unsere Zielgruppe jünger machen oder halt verjüngen.
00:02:04: Irgendwann fallen dann auch die Schlagwörter Gen Z und Gen Alpha.
00:02:08: Und ja, schaut mal mal so rein, das ist eine gute Idee, sich auf die Zielgruppen zu konzentrieren.
00:02:12: Ja, ich glaube, das ist eine spannende Frage, die, glaube ich, die letzten zehn Jahre oder so schon sehr, sehr viel und ausführlich diskutiert wurde.
00:02:20: Und ich glaube, wir sind mittlerweile ja an einem Punkt angelangt, wo wir doch gemerkt haben, dass dieses ganze Generationen-Denken alleine uns im Marketing gar nicht so sehr voran bringt, weil wir einfach sehen und auch so wie die Plattform funktionieren, die ja mittlerweile insbesondere, wenn wir jetzt auf TikTok gucken oder auf Instagram Reels, heißt die ganzen Kurzformate eben, Da funktionieren die Algorithmen ja so, dass sie eben schauen, wie lange wird die Aufmerksamkeit auf einem Video, auf einem TikTok, Instagram, Reel wie auch immer gehalten?
00:02:51: und dann wie viel Interaktion wird im Verhältnis dazu erzeugt.
00:02:55: das so ganz vereinfacht mal so.
00:02:56: der Algorithmus erklärt das natürlich viel viel komplexer aber grob funktionieren die Algorithmen so und davon ausgehend ist es tatsächlich so dass dann in der dritten Ebene noch geguckt wird okay was sind denn da überhaupt so die Themen und dann werden so lookalike Audiences gebildet heißt quasi Gruppen die sich ähnlichen Interessen zuordnen lassen.
00:03:17: und wenn ich mich jetzt zum Beispiel für irgendein Video rund um Borussia Dortmund interessiere und damit interagiere und da irgendwie meine Aufmerksamkeit schenke und der Algorithmus merkt dann der Rolf.
00:03:29: Der interessiert sich ja auch irgendwie für Borussia Dortmund oder St.
00:03:33: Pauli.
00:03:33: Keine Ahnung was.
00:03:35: Dann bekommen wir beide sehr wahrscheinlich dieses Fußballvideo ausgespielt, weil einfach der Algorithmus weiß, okay krass, die sind zwar nicht so das gleiche Alter, aber sie interessieren sich beide irgendwie für Fußball und beide irgendwie für vielleicht ähnliche Mannschaften oder vielleicht auch konkurrierende Mannschaften.
00:03:53: Und das führt dann dazu, dass wir beide eigentlich in ein und derselben Community irgendwie stattfinden oder uns für die ein und dieselbe Community interessieren, was dann dafür sorgt, dass dieses Generationen denken, insbesondere wenn wir von Social Media Marketing sprechen, gar nicht mehr so zielführend ist.
00:04:11: Und basierend auf dieser neuen Logik, wie Inhalte verbreitet werden oder wie die sich verbreiten, haben dann, verständlicherweise und logischerweise und auch belegbarerweise, viele Social Media Agenturen und auch Marketerinnen und Marketer gesagt, eigentlich dieses Generationen denken, dass es vielleicht ein guter Startpunkt, aber kein guter Endpunkt heißt, wenn wir in Generationen denken, verharren und sagen, wir wollen unsere Zielgruppe verjungen, dann ist das tatsächlich erstmal gut, um zu wissen, okay, wo wollen wir überhaupt hin?
00:04:43: Aber da steckt noch nicht das Wiederen.
00:04:46: Also das heißt dann, Wenn wir da tiefer reingehen, dann müssen wir uns mit den verschiedenen Interessensgruppen auseinandersetzen.
00:04:52: Dann müssen wir gucken, was ist denn unser Kernbestand, oder der Kernbestandteil unserer Marke.
00:04:58: Und wenn wir diesen Kern definiert haben, dann können wir den für verschiedene Plattformen anpassen.
00:05:04: Heißt, wir sagen zum Beispiel, okay, wir sind jetzt in Bayerstorf und haben dann beispielsweise Niver.
00:05:11: Und jetzt hast du die Schwierigkeit, okay, als Bayerstorf, als Niver bist du eine Massenmarke und musst eigentlich alle erreichen.
00:05:18: Einfach eine Massenmarke.
00:05:21: Und jetzt fragt man sich, okay, wie können wir eigentlich alle erreichen?
00:05:24: Wollen wir dann auf jeder Plattform alle erreichen?
00:05:26: oder verstehen wir das System, wie Marketing heute eher funktioniert, vielleicht eher als Orchester oder als Ökosystem.
00:05:34: Heißt, meine These, die ich ganz oft sage, ist so ein bisschen, es hat alles ein bisschen so mit Kanälen gestartet.
00:05:41: Heißt, wenn man sich... Medienkanäle bis zwei tausend fünf ungefähr angeguckt hat dann war das immer so.
00:05:48: Einige weniger haben für ganz viele Menschen kommuniziert heißt an ganz viele Menschen eine Botschaft raus geschickt und dann kam ja so ein bisschen dieses ganze Social Media Thema auf Web zwei Punkt Null und so weiter.
00:05:59: Und davon ausgehend wurde dann gesagt krass jetzt interagieren ja plötzlich irgendwie verschiedene Menschen miteinander und es ist gar nicht mehr so.
00:06:10: Und dann hat man jetzt aber über die Jahre gemerkt, okay, eigentlich fragmentiert sich diese ganze Medienlandschaft gerade.
00:06:17: Und deswegen kann man sagen, okay, wir sind jetzt von Kanälen zu Plattformen und von Plattformen zu Ökosystemen.
00:06:23: Heißt, wir denken nicht mehr so, dass man auf jeder Plattform alle erreichen muss, sondern wir denken unsere ganzen Plattformen, die wir haben, als komplettes Ökosystem, wo jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin oder jede Plattform einfach ... eine jeweilige Rolle erfüllt, um dann dieses Ökosystem zum Leben zu erwecken.
00:06:41: Und genau so könnte man dann bei einer Massenmarke beispielsweise ansetzen, dass man für jede Plattform eine spezielle Strategie hat, um eben eine spezielle Zielgruppe zu erreichen und das eben vor allem dann über Interessensgruppen.
00:06:55: Wenn wir aber bei diesem Startpunkt bleiben, den du eben angesprochen hast, also doch nochmal auf diese beiden Generationen gucken einfach.
00:07:02: Um ein Grundgefühl dafür zu bekommen und vor allem ein wesentlicher Unterschied zu handeln, wenn man bei dieser Generationendefinition bleibt, ist ja vor allem das Mediennutzungsverhalten.
00:07:09: Das hast du ja auch gerade erklärt, wie man dann ja im Marketing-Mix die einzelnen Plattformen verortet.
00:07:15: Wenn wir darauf mal gucken, wie unterscheidet sich denn dieses Mediennutzungsverhalten von jüngeren Zielgruppen, die ich auch erreichen möchte, als Massenmark oder generell als Brand, jetzt zu diesem riesengroßen Aufschlag mit TV-Webespot immer, den du im Grupp skizziert hast.
00:07:32: Also, ich glaube, was wir als erstes mal klarstellen müssen in dem ganzen Ding ist, dass sich Generationen ineinander mehr unterscheiden als gegeneinander, heißt die Generation Z oder die Gen Alpha, wenn man diesen Generationen denken sein möchte, dann unterscheiden die sich ineinander sehr viel mehr, also Generation Alpha.
00:07:58: Junge, der irgendwie für Hobby-Horsing sich interessiert.
00:08:01: Gegenüber einem Jen Alpha Mädchen, was sich vielleicht für Fußball interessiert.
00:08:05: Oder einem Jen Alpha oder Jen Z-Boy, der sich irgendwie für, keine Ahnung, Roblox interessiert.
00:08:12: Und ein Jen Z-Mädchen, was sich für GTA interessiert.
00:08:16: I don't know.
00:08:17: Es gibt ja so viele Sachen, für die man sich irgendwie interessieren kann.
00:08:20: Aber die... Man kann nicht sagen, dass irgendwie eine Generation für eine bestimmte Sache steht, nicht die ganze Generation Z steht, plötzlich für Nachhaltigkeit.
00:08:29: Es gibt auch ganz viel sogenannten Red Pill Content, wo es dann halt mehr in die rechte Richtung abdriftet, heißt mehr konservativ und mehr rechte Werte und so weiter.
00:08:40: Das gibt es auch in der Generation Z, das gibt es auch in der Generation Alpha.
00:08:43: Und man kann nicht sagen, dass die irgendwie... junge Menschen besonders progressiv sind, sondern man muss da einen sehr, sehr differenzierten Blick drauf haben.
00:08:51: Und deswegen kommen da eben Communities auch ins Spiel.
00:08:54: Und ich weiß nicht, ob das die Frage jetzt
00:08:57: hat.
00:08:58: Also können wir damit schon mal
00:08:59: aufräumen, diesen klassischen Vorteil, die man eigentlich in Richtung der Generation hat, hast du jemals schon ein paar angesprochen.
00:09:03: Interessieren sich für eine Nachhaltigkeit, imy, whatever, Work-Life-Ballon spielt eine große Rolle, imy spielen alle komputer Spiele.
00:09:10: Also ich glaube, die Liste könnten wir jetzt hier mit die ganze dreiviertel Stunde noch erweitern mit irgendwelchen Dingen, die uns einfallen.
00:09:15: Also da sagst du, sich darauf zu fokussieren, irgendwie ist grundsätzlich falsch, weil das die Perspektive zu sehr einengt, weil die Generationen an sich, wie die Gesellschaft auch, einmal durchaus differenzierter zu betrachten ist.
00:09:27: Ja, genau.
00:09:28: Also, wie gesagt, wir beide können die gleichen Interessen haben, obwohl wir uns vielleicht irgendwie zehn Jahre trennen.
00:09:34: Und genauso können aber auch keine gleichartige Personen komplett andere Interessen als ich haben oder komplett andere Werte.
00:09:42: Genau.
00:09:43: Was uns aber unterscheidet, ist ja das Medien-Nutzungsverhalten.
00:09:46: Also wahrscheinlich, ich glaube, uns trennen mehr als zehn Jahre.
00:09:52: Und auch wie das bei dem Generationen im Allianz-Fall ist, nutzen wir wahrscheinlich in einer unterschiedlichen prozentualen Verteilung eines der Social-Media-Kanäle oder generell Kommunikationsformen.
00:10:02: Gibt es da Muster oder E-Media-Zahlen, die bekannt sind, wie sich das da aufteilt, auch speziell in jungen Ganzengruppen?
00:10:07: Ja, also es ist tatsächlich ziemlich spannend, wenn man sich allgemein einfach anschaut, wie sich Medien entwickeln.
00:10:15: Also natürlich können wir über TV noch richtig gut ältere Zielgruppen erreichen.
00:10:20: Und wir merken aber auch, dass auf Social Media immer mehr ältere Zielgruppen irgendwie, ja, drauf drängen oder dass man auch ältere Menschen dort erreichen kann.
00:10:29: Und im Beispiel TikTok, dass die schnellstwachsende Zielgruppe ist irgendwie, die Richtung heißt, man sieht mittlerweile, so wie man es auch bei Facebook gesehen hat.
00:10:40: Am Anfang drehen ganz viele junge Menschen raus und mit der ... oder drehen ganz viele junge Menschen rauf.
00:10:46: Aber mit der Zeit werden die Plattformen immer älter vom ... vom Altersschnitt her, aber auch von den Menschen, die auf die Plattform kommen.
00:10:52: Und ... deswegen ... man kann nicht sagen, dass jetzt irgendwie ... TV plötzlich überflüssig ist.
00:10:59: Das ... bietet sich schon noch für verschiedene und insbesondere ältere ... Menschen an, um die zu erreichen.
00:11:05: Aber wenn es darum geht, dass wir jetzt irgendwie ... eine Marke eben in einem Bereich platzieren wollen, wo wir vielleicht als Marke noch nicht bekannt sind, weil die jungen Menschen kennen uns vielleicht noch nicht, weil sie nirgendwo mit uns in Kontakt gekommen sind.
00:11:22: Dann müssen wir tatsächlich auf die neuen Medien.
00:11:24: heißt, Social Media insbesondere.
00:11:27: Nichtsdestotrotz, also Radio-Werbung auch immer noch super.
00:11:32: Irgendwie eine Printanzeige zu schalten, hat auch noch seine vor.
00:11:35: oder Nachteile, wie auch immer.
00:11:37: Ich glaube, wir dürfen einfach nicht in dieses Denken verfallen, dass irgendeine Werbegattung besonders gut ist und eine andere Werbegattung besonders schlecht, sondern wir sollten immer schauen, welches Ziel wollen wir gerade erreichen?
00:11:50: und für dieses jeweilige Ziel müssen wir dann natürlich irgendwie eine Plattform definieren, über die wir eben diese Botschaft... verbreiten möchten.
00:11:58: Aber zum Beispiel die Wachstumszahlen, die wir bei TikTok eben angesprochen haben, dass die kommen ja daher einfach, weil bei jüngeren Zielgruppen der Markt gesättigt ist.
00:12:03: Also weil du immer so eine Marktdurchdringung halt hast, dass da große Wachstumsmöglichkeiten gar nicht mehr möglich sind, weil die Plattformen ja schon so erschlossen sind, mal durch die Zielgruppen.
00:12:13: Gibt es Abseits von den großen vier oder fünf, also Instagram, TikTok, Facebook, LinkedIn, von den klassischen Dingen, die man im Social-Media-Mix hatten, noch Plattform- oder Kanäle, die man im Blick haben sollte, weil man einen speziellen Jüngere-Zeligot mehr erreichen will?
00:12:29: Ja, auf jeden Fall.
00:12:30: Also, was wir ja in den vergangenen Jahren jetzt ganz viel gesehen haben, ist, dass dieser Short-Form-Video-Content, heißt Kurzvideo-Formate, sich extrem verbreitet haben über die diversesten Plattformen.
00:12:40: LinkedIn hat damit rumexperimentiert, je nachdem, wem man fragt, existiert der Feed oder existiert er nicht für Kurzvideos.
00:12:47: Ansonsten aber auch wenn wir auf YouTube gucken, da gibt es ja auch Short-Formate, wenn wir auf Snapchat gucken, da gibt es ja auch mit Snapchat Spotlight einen Kurzvideo-Format, das quasi ähnlich zu TikTok oder Instagram Reels oder YouTube Shorts funktioniert.
00:13:01: Deshalb, das ist auf jeden Fall ein Thema, was man im Blick haben sollte.
00:13:07: und ansonsten, wenn wir aber unabhängig von diesen Kurzvideo-Formaten denken, Dann sowas wie reddit auf jeden fall.
00:13:14: also reddit ist ein super mächtiges tool wo ganz ganz viel diskurs entsteht wo ganz ganz viel.
00:13:21: Auch
00:13:22: ja popkultureller einfluss entsteht also beispielsweise das jugendwort wie viel da auf reddit diskutiert wird und wie viel da irgendwie auch.
00:13:32: Ja, die Wahl des Jugendworts, das am Ende beeinflusst wird.
00:13:35: Oder auch Twitch.
00:13:36: Twitch ist ein super Kanal, wenn man da mit Creatorinnen oder Creatern zusammenarbeitet, weil die haben die Reichweiten und auch die Bindung zur Community.
00:13:46: Und das ist eher schwierig mit einem eigenen Account als Marke durchzustarten, als wenn man irgendwie zum Beispiel auch in Games stattfindet, die dann über die Createrinnen oder Creater live gestreamt werden.
00:13:58: Aber auch ein super ... krasser Kanal, der richtig gut Sales treiben kann, wenn es einem um Sales geht, aber auch eine Marke bauen kann, wenn man da eben auf eine native Art und Weise stattfindet.
00:14:09: Das ist gerade gesagt auf eine native Art und Weise stattfinden.
00:14:12: Wenn du jetzt ja auch eben gesagt hast, die Gruppen sind sehr DWS, wir hatten hier auch schon mal das Thema, da haben wir von Stilgruppen hier im Podcast eben mal gesprochen mit Thor Anouyen.
00:14:19: Anstatt Stilgruppen, dass man immer diese klassische Taglinge verändern, das täckt sich so ein bisschen mit deiner Analyse, dass du immer sagst, ja, ich überleg doch über dieses Interessensgebiet, was du zu Anfang erwähnt hast, wie du warst.
00:14:28: Ja, dort, wo du in deinem Fall als Interesse mal einfach hast, dass man dann in der Stilgruppe im Fußball fänden halt kommuniziert.
00:14:39: Wie identifiziere ich denn als Marke solche relevanten Themen?
00:14:43: und vor allem wie gelingt es mir dann auch, das auf der Plattform nativ zu spielen ohne dass es dann am Ende des Tageskrinnschweigte ist?
00:14:51: Es gibt mehrere Wege, also der erste und einfachste Weg ist wahrscheinlich einfach zu sagen, ich lade mir Menschen aus der Zielgruppe ein und führe einfach qualitative Interviews.
00:15:01: Dann hat man ein paar Interviews und ein paar relevante Informationen, aber es gibt einem vielleicht noch nicht unbedingt so... On-Scale, also in dem ganzen umfassenden Ausmaß, wie man es eigentlich bräuchte, um vielleicht Datenbasiert Entscheidungen treffen zu können, die Informationen, die man bräuchte.
00:15:19: Und dann könnte man zum Beispiel rangehen und so arbeiten wir bei InterMate ganz viel, dass wir uns den Social-Discourse ziehen.
00:15:25: Heißt, wir gucken einerseits, was wird gepostet, sprich die ganzen Videos, Bilder und so weiter, also jeglichen Content, die irgendwelche Creatorinnen, Creator-Marken und so weiter posten.
00:15:37: Und dann ist es ja so, nicht jeder von uns postet irgendwie auf Social Media wirklich eigenen Content, sondern ganz viele interagieren nur oder kommentieren nur.
00:15:45: Und deswegen gucken wir uns auch die Kommentare an.
00:15:47: Heißt, wir ziehen uns die Kommentare und wir gucken, was wird da überhaupt dann besprochen?
00:15:50: und wie kommt die Botschaft, die gesendet wird, überhaupt bei den Leuten an?
00:15:54: Weil es ja durchaus sein kann, okay, ein Thema wird richtig oft irgendwie auf Social Media gepostet.
00:15:59: Also da wird richtig viel gesprochen über dieses Thema.
00:16:03: Aber nicht gerade positiv.
00:16:04: Und wenn wir dann zu einer Marke hingehen und sagen, guck mal hier irgendwie Tiefkühlpommes, total relevantes Thema auf Social Media, aber Tiefkühlpommes werden vielleicht auch einfach total negativ diskutiert, dann ist es natürlich so, dass wir da eine falsche Entscheidung treffen.
00:16:20: Und deswegen gucken wir uns auch ganz bewusst die Kommentare an und gucken, wie der Diskurs dazu ist.
00:16:25: Und auch in dem ersten Schritt gucken wir uns bei Videos beispielsweise.
00:16:29: Da transkribieren wir das gesprochene Wort und können dann sagen irgendwie besuchen jetzt nach McDonalds.
00:16:37: Und wenn jetzt du zum Beispiel vor zwei, drei Monaten mal über McDonalds in der Story gesprochen hat, dann können wir sehen, okay, krass, Rolf hat vor zwei, drei Monaten gesagt, ey, ich liebe diesen Big Mac, ohne dass du von McDonalds irgendwie bezahlt wurdest, weil du eine Werbekooperation hast.
00:16:53: Dann können wir sagen, ey, guck mal McDonalds.
00:16:56: Er ist schon Fan von euch und er hat eine krasse Reichweite.
00:17:00: Und wie ganz viele Menschen interagieren mit ihm, feiern ihn ab und so weiter, lasst doch mal eine Kooperation mit Rolf machen.
00:17:07: Und dann können wir da eben reingehen und sagen, wie wir eben organisch aus dem Content heraus, den es sowieso schon gibt, Geschichten entwickeln, die dann wirklich natürlich in diesen Communities andocken können.
00:17:19: Und daraus entsteht dann am Ende diese native Kommunikation.
00:17:24: was ohnehin schon da ist und gucken, wo wir dann mit einer Marke diese Community jeweils supporten können.
00:17:32: Und dann, um vielleicht auch bei diesem Fußballbeispiel wieder anzukommen, ist es ja ganz oft noch so, dass viele Marken sich denken, okay, dann übernehmen wir so einen Sponsoring und gehen jetzt einfach mal irgendwo rein und klatschen da unser Logo auf die Bande.
00:17:45: Oder in irgendeinem Einspieler fliegt es mal so durch den Screen.
00:17:49: Alles schön und gut und bringt natürlich auch Awareness, wenn man da immer wieder irgendwie vor den Augen der Leute rumschwört.
00:17:56: Aber es ist noch nicht so richtig das, was es dann nativ macht.
00:17:59: Was es nativ macht, ist so ein bisschen mehr das Ding, dass man vielleicht irgendwie, was könnte man als Beispiel bringen?
00:18:10: Power rate?
00:18:10: power rate könnte einfach irgendwie der hydration partner sein weil power rate ist ein getränkt getränk für sportler wie auch immer und könnte dann hydration partner sein.
00:18:20: das sollte aber dann nicht so sein wie power rate steht dann einfach da irgendwo nebenan und da ist ein logo drauf sondern es sollte sich schon natürlich mit einbinden.
00:18:29: man könnte auch wenn man jetzt im bereich gaming rein geht und man bleibt bei dem Thema Power Raid, dass man nicht einfach ein Streamer nimmt und ihm sagt, guck mal hier hast du ein paar Power Raids, stell die mal bei dir in den Hintergrund und trink die in deinem Stream, sondern dass man sich vielleicht auch die Gedanken macht, okay.
00:18:44: Wie könnten wir denn in dem Spiel stattfinden, was der Streamer tagtäglich auf seinem Account spielt?
00:18:51: So ein Fantasy Game beispielsweise, wenn es so einen blauen Mana-Tran kippt oder so.
00:18:54: Können wir sagen, jetzt wenn du so ein Ding in deinem Charakter ballerst, dann nimmst du den Schluck aus der Pulle.
00:18:59: Es gab auch mal vor, ich weiß nicht wann, zwei, drei Jahre oder so, da hat Froster mal in GTA Stores aufgemacht.
00:19:06: Also GTA Online und dann konntest du in dieses Stores reingehen und das waren einfach so Froster Stores.
00:19:11: Genau und es gibt ja aber auch so... Äh, während Corona gab's auch so eine geile Kampagne.
00:19:17: Äh, Long Covid-Mode oder so hieß die.
00:19:20: Und dann hatte man quasi so ein Add-on.
00:19:23: Und in verschiedensten Spielen war man dann beeinträchtigt durch diese Long Covid-Symptome und konnte die quasi spielerisch nachempfinden.
00:19:30: Weil's ja total geil ist, um einfach diese Symptome verstehen zu können, wenn man sie selbst aber eigentlich gar nicht hat.
00:19:38: Und erst dann kann man sich da wirklich hineinversetzen und sich ... vielleicht auch eine Meinung bilden zu solchen Symptomen, ohne dass es so belehrend wirkt und sagt, oh, es gibt long-to-covid Symptome und man erklärt es total trocken, sondern man macht es erlebbar.
00:19:52: Und das ist dann letztendlich so ein nativer Schritt, dass man es einfach erlebbar machen kann, dieses Produkt.
00:19:57: Also besonders wichtig, die native Werbeeinbindung einmal zu machen, liegt es daran, dass jüngere Zielgruppen, über die wir ja heute sprechen, so ein besonders intensives Bullshitra da haben.
00:20:06: oder woran liegt das?
00:20:06: Äh,
00:20:08: ja.
00:20:09: Bullschritt Radar, das resultiert ja so ein bisschen darauf, dass wir so viele Botschaften tagtäglich haben und da eigentlich die relevanten oder für uns relevanten Botschaften herausfiltern müssen.
00:20:20: Weil du kannst halt nicht jede Botschaft irgendwie in Detail durchdringen, durchlesen, durchschauen wie auch immer.
00:20:26: Sondern du musst auch, wenn du durch deinen Feets kreuzt, immer entscheiden, ist das jetzt relevant für mich oder nicht.
00:20:32: Und wenn wir es als Marken oder wir es als Cruelter am Ende nicht schaffen, irgendwie relevante Inhalte zu kreieren, dann können wir immer über Skreut werden, dann können wir immer geskippt werden.
00:20:42: Und das ist so ein bisschen anders gegenüber Fernsehwerbung, die man ja im klassischen Sinne jetzt nicht unbedingt skippen konnte.
00:20:47: Natürlich konntest du den Raum verlassen und kannst auch immer noch den Raum verlassen.
00:20:52: Aber das ist so ein bisschen das Ding bei Social Media Marketing, dass du wirklich eigentlich fast alle Ad-Formate, die es so gibt, also Werbeformate mittlerweile skippen kannst.
00:21:03: Das ist die große Herausforderung, da einfach die Themen zu finden, die wirklich andocken und in denen dann die Marke stattfinden kann.
00:21:11: Wir haben jetzt viel über die Kampagne in Ebene gesprochen, das wir geschrieben haben, sind ja Influencer oder Craterinnen, Kooperationen oder, dass man ja auch in einem Spiel mal mit einer Kampagne stattfindet.
00:21:21: Wie ist das denn, wenn ich eine Marke aufbauen möchte, die Anfangsziel jüngere Zielgruppen erreichen möchte und für sie relevant sein muss?
00:21:28: Zwei Fragen, erstmal die erste.
00:21:29: Wie ist das mit Markentreue bei jüngeren Zielgruppen?
00:21:32: Ist die so ausgeprägt wie bei älteren Zielgruppen?
00:21:34: Die sagen, ich habe schon seit zwanzig Jahren, fahre ich diese Automarke oder kaufe diese Milch oder Ähnliches.
00:21:40: dort auch so ausgeprägt?
00:21:41: Oder wenn du einmal den Marken fändest, dass der bleibt oder ist da eine höhe Fluktuation drin?
00:21:46: Ich glaube auch das ist ein Thema, wo man nicht so eine generalistische Antwort treffen kann.
00:21:50: Also aus der alltäglichen strategischen Arbeit für die diversesten Marken weiß ich, dass man das auf jeden Fall nicht machen kann.
00:21:57: Es kommt tatsächlich ziemlich stark auf die jeweilige Marke oder eher die jeweilige Branche an, in der die Marke eben stattfindet.
00:22:04: Ich glaube, bei Modemarken hat man schon eher eine stärkere Loyalität, weil Mode Marken, die versprühen einfach so einen bestimmten Style, mit dem man sich vielleicht eher identifizieren kann.
00:22:15: Und wenn man so einen bestimmten Style oder Lifestyle hat, wo man eben sich irgendwie wiederfindet, dann ist es natürlich deutlich leichter, da irgendwie eine Loyalität zu einer Marke aufzubauen, als wenn man irgendwie eine, vielleicht irgendwie eine Dienstleistung hat.
00:22:30: Also Dienstleistungsmarketing ist ja ultra schwierig, insbesondere wenn es jetzt so um Zielgruppen geht, die eben so ... etwas Identitätsstiftendes brauchen, um sich in der Marke wiederzufinden.
00:22:40: Das ist natürlich deutlich schwieriger, da irgendwie eine hohe Markenloyalität zu erzählen.
00:22:46: Deswegen kann man da keine allgemeingültige Antwort darauf geben.
00:22:51: Aber ich glaube, dieses Denken, dass es irgendwie so ist, dass ältere C-Gruppen loyaler sind und jüngere C-Gruppen.
00:23:01: Ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist.
00:23:04: Ich glaube, darüber müssen wir auch hinwegkommen, sondern es ist viel eher so, dass wir einfach schneller entscheiden müssen, was wirklich relevant für uns ist und was nicht.
00:23:12: Und das führt dann natürlich auch dazu, dass wir vielleicht auch ein bisschen schneller skippen oder andere Marken uns interessieren, als es ältere Zielgruppen tun.
00:23:22: Aber es muss nicht unbedingt sein, dass wir deshalb illojarler sind.
00:23:26: Aber wenn man jetzt mal aufs Markt schaut, vereinfacht, dass ja viel ist, was du gerade ... Klärt das, wenn man mal aus dem Markt guckt und man wieder Nivea aus der Schublade hat.
00:23:34: Wenn ich dir jetzt richtig zugehört habe, muss ich mir gar nicht mehr darüber Gedanken machen, wie bin ich jetzt als Nivea?
00:23:42: Es ist so mein traditioneller Magenkönn, den sollte ich definitiv haben, aber dass ich mir eher gucke, wie kann ich auf den einzelnen Kanälen cool stattfinden, jetzt auch immer mal abhängig von jetztiger Gruppe.
00:23:53: Ich kann als Nivea ein TikTok Nivea sein, ich kann dann ein Twitch Nivea sein, ich kann ein Instagram Nivea sein und das muss nicht unbedingt das Gleiche sein.
00:24:03: Ja genau, also ganz ganz wichtig ist, dass der Kern wirklich immer bestehen bleibt, weil wenn du am Ende den Kern deiner Marke verlierst, dann hast du eine Marke, die komplett verwischt.
00:24:12: Also es ist nichts mehr deutlich und du kannst keine... Anknüpfungspunkte mehr finden.
00:24:18: Eine starke Marke resultiert ja daraus, dass man weiß, wofür sie steht und wofür sie nicht steht, weil sie sich dadurch auch von anderen Marktteilnehmern oder so abgrenzt.
00:24:27: Und deswegen ist es wichtig, einen starken Kern zu haben und zu wissen, wo man herkommt, wofür man steht und wofür nicht und das dann auf die jeweiligen Kanäle zu adaptieren.
00:24:37: Aber ein starker Kern, der schließt eben nicht aus, dass man eine Marke auf bestimmten Kanälen eben anders kommunizieren lässt als auf anderen Kanälen.
00:24:45: Das kann auch für eine Nivea auf einem TikTok sehr viel humorvoller sein als auf einem Facebook, was vollkommen okay ist, weil es sind halt verschiedene Ansprüche, die von den Communities dann vielleicht auch gestellt werden.
00:24:59: Das ist aus Markenperspektive.
00:25:00: Ich finde, das war einfach dem Marken eine ganze Menge.
00:25:02: Ich kann mir dann ja, wenn man vorher so alles ganzheitlich immer gedacht hat, so eben, ich habe irgendwie einen Marketingmix, das muss alles irgendwie homogen sein.
00:25:10: So, ich habe den starken Hakenkern, den du mir gerade beschrieben hast, und dann kann ich mir theoretisch eben mal, die mir für jeden Kanal den besten Spezialisten suchen, wenn ich die Kompetenzen nicht in den Haus habe und kann die einfach kreativ losrennen lassen auf Basis eben mal dieses Känzen, kann überall sehr stark stattfinden oder ist das zu einfach gedacht.
00:25:26: Ich glaub, man kann auch argumentieren, dass es vieles komplexer macht, weil wenn du nicht mehr eine Botschaft auf alle Kanäle einfach so oder auf allen Kanälen einfach so verbreiten kannst, dann verkaufst du natürlich.
00:25:37: Du musst halt einfach deutlich mehr, deutlich mehr Anpassung in deiner Botschaft haben und trotzdem den Kern beibehalten, was natürlich dann aber auch wieder deutlich mehr Arbeit bedeutet.
00:25:48: Heißt, einfacher ist es vielleicht nicht.
00:25:52: Dafür muss man deutlich mehr Dinge beachten.
00:25:54: Aber wenn man dann eben die Spezialistinnen oder Spezialisten hat für die jeweiligen Plattformen, dann kommt man da ganz gut zurecht, wenn man eben einen klaren Markenkern definiert hat.
00:26:04: Ich glaube auch, wo ich jetzt gerade zu über bei Traditionsmarken fungst, die sind einfach ein Ansatz.
00:26:09: Mir ist so eine E-Vorstelle, ich glaube das besser, weil die Markenkern da ist.
00:26:13: Also eben bei Nivea, wie die da eine Farbe wahrscheinlich im Kopf haben.
00:26:16: Wenn wir den Markennamen halt nur nennen und wenn du ja eine junge Marke bist, die gerade eben als ich einen Marktsegment erhobern möchte, da ist das natürlich tot.
00:26:25: Ja, also eine junge Marke muss natürlich auch schon deutlich mutiger sein, was oftmals dann auch darin umschlägt, dass diese jungen Marken plötzlich die Traditionsmarken überholen oder denen zumindest gefährlich werden.
00:26:37: Ich glaube, einfach ist es auf gar keinen Fall komplexer, garantiert.
00:26:42: Aber ich glaube, wenn man dieses System oder diese Medienökonomie in der wir gerade leben oder dieses Medienökosystem, in dem wir gerade leben, einmal verstanden hat und versteht, welche Plattformen eben für was stehen, dann kann man da ganz gut seine Kommunikation aufsetzen.
00:27:00: Aber du weißt, dass wir wissen, dass nicht.
00:27:02: lassen wir mal so einen Bauplan machen.
00:27:04: und zur Grundfragen, die ich mir stellen sollte, wenn ich jetzt wirklich, ich bleib bei der Jungen Zielgruppe, weil darum geht es ja im Alter im Endeffekt, wenn ich da einfach relevant sein möchte.
00:27:13: Was sind so Leitfragen oder erste Schritte, die ich mir als Marke stellen sollte?
00:27:18: Also... Ich arbeite ganz gerne so ein Frameworks, weil ich so strategisch denke und so weiter.
00:27:24: Und ich glaube, das erste ist immer erstmal sowieso im Marketing zu verstehen und das ist jetzt nichts Neues.
00:27:30: Also das haben auch schon sich andere Formen hier erzählt.
00:27:33: Aber zu verstehen, welcher Diskurs geht gerade in der jeweiligen Community ab.
00:27:39: Und was sind da Themen, wo wir andocken können?
00:27:41: Das ist die Kernfrage des Marketings.
00:27:43: Wie können wir quasi das, was am Markt irgendwie als Nied gefragt ist oder als Nied geäußert wird, als Bedürfnis geäußert wird, wie können wir dieses Bedürfnis stillen?
00:27:52: Und wenn es dann eben einen Bedürfnis gibt, was zu stillen gibt, dann muss man natürlich wissen, okay, wie äußert sich das, wie wird Content darüber gestaltet und so weiter.
00:28:01: Und wenn man das dann verstanden hat, dann kann man eine Strategie darauf basierend aufsetzen auf diesen Instites und eben ableiten, wie das für die eigene Marke aussieht.
00:28:09: Und dann geht es natürlich irgendwie in die Konzeption, dann auch in die Produktion der Inhalte.
00:28:16: Und am Ende natürlich auch ins Measuring.
00:28:18: heißt, eigentlich ist alles auch ein Test in Learn.
00:28:20: Keine Agentur kann dir garantieren, dass du jetzt irgendwie einen Erfolg haben wirst.
00:28:26: Aber man kann die Wahrscheinlichkeit steigern, dadurch, dass man einfach irgendwie datenbasiert arbeitet und einfach schaut, was ist denn schon da?
00:28:34: Wie ist der Diskurs überhaupt?
00:28:35: Und wenn man aber einfach nur blind reingeht und sagt, naja, ich habe das Gefühl, da könnte was sein, dann ist es immer ein bisschen schwieriger, aber wenn man die Daten, die es quasi gibt, auch nutzt, dann kann man damit ganz gut arbeiten und das ist das schon mal, ja, ein ganz gutes, guter Punkt oder so an dem man starten kann.
00:28:58: Wir denken ja auch häufig in, ja Budget im Endeffekt, denke ich mal eigentlich.
00:29:03: Und wenn man mit einer neuen Plattform startet, beispielsweise, ich bin jetzt noch gar nicht auf Tiktok aktiv, ist es ja immer eine Frage, mal dem jetzt in den Investitionscase immer den ersten Schritt.
00:29:11: Wenn ich dir so zuhöre, ist das eigentlich alternativlos, also auf möglichst vielen Plattformen stattzufinden, um einfach heutzutage die ja alle Zielstilgruppen im Bereich Social Media abzuholen.
00:29:25: Ja, es ist aber auch ressourcenabhängig.
00:29:27: Also natürlich kannst du als Konzern wahrscheinlich eher auf allen Plattformen stattfinden als mittelständisches oder kleines Unternehmen, was vielleicht drei, vier Personen im Marketing Team hat.
00:29:39: Deswegen, ich glaube, es kommt immer auch darauf an, welche Ressourcen man zur Verfügung hat.
00:29:44: Und wenn man halt nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung hat, dann kann es.
00:29:48: Auch mehr Sinn machen sich einfach erst mal nur auf Instagram zu fokussieren oder nur auf Facebook oder nur auf TikTok.
00:29:55: Das geht auch.
00:29:57: Wenn man dann aber natürlich wächst und man möchte irgendwie seine, seine Marktmacht noch ein bisschen vergrößern, dann macht es schon Sinn, nochmal auf andere Plattformen zu gehen und zu schauen, wo haben wir denn vielleicht auch geringe Überschneidungen und können nochmal eine ganz neue Community erschließen.
00:30:15: Aber erst mal, auch wie man ein Produkt quasi in den Markt einführen würde oder wie man allgemein auch eine Marke in den Markt einführen würde, die steht ja immer für ein bestimmtes Produkt oder für eine bestimmte Aussage.
00:30:27: Und von da ausgehend erschließt man ja meistens deutlich mehr Märkte.
00:30:34: Also man führt dann als Marke plötzlich nicht nur eine Creme ein, sondern auch ein Lippenstift.
00:30:40: hat auch noch Herkehrprodukte, I don't know.
00:30:43: Und vergrößert dadurch quasi seine Marktmacht.
00:30:46: Und so würde ich auch bei diesen Plattformen denken vorgehen.
00:30:49: Heißt erstmal schauen, okay, wo bekommen wir denn jetzt am schnellsten irgendwie Pace drauf?
00:30:54: Mit welcher Plattform können wir am schnellsten unsere jeweilige aktuell kaufkräftigste Community erreichen?
00:31:02: Und welche Plattformen können wir dann im weiteren Prozess vielleicht am besten noch erschließen?
00:31:06: Wie finde ich das raus?
00:31:07: Auf welche Plattformen mich diese Käuferschaft oder Käuferinenschaft finde?
00:31:14: Da kommt es auch wieder ganz stark aufs Thema an.
00:31:16: Also es gibt ja irgendwie themenspezifische Plattformen auch, was man auch gerne mal als Foren bezeichnet hat früher, vielleicht auch heute noch.
00:31:24: Wo sich dann, weiß ich, über Modellbau zum Beispiel ausgetauscht wird.
00:31:29: Modellbau findest du aber natürlich auch auf TikTok, findest du auch auf Instagram, findest du auch auf Facebook.
00:31:35: Und dann musst du halt so ein bisschen abwägen, okay, wenn es jetzt um Modellbau geht, wie wird der vielleicht irgendwie auf den verschiedenen Plattformen diskutiert?
00:31:44: Und wo habe ich vielleicht auch das größte Volumen an Content oder vielleicht auch den größten Content Gap, also gibt's ja auch... verschiedene Ansätze, wie man da rangehen kann.
00:31:52: Content Gap, also eine Lücke, beschreibt so ein bisschen, da ist zwar vielleicht viel Nachfrage da, aber wenig qualitativer Content, mit dem die Leute wirklich was anfangen können.
00:32:03: Und dann gibt es ja aber auch noch irgendwie Plattformen, wo vielleicht schon viel Content da ist.
00:32:08: Der ist auch gut, aber der ist vielleicht noch gar nicht von der Marke besetzt, sondern nur von Creatorinnen und Creatern.
00:32:13: Und dann könnte man sich natürlich auch Gedanken machen, lohnt es sich da vielleicht trotzdem reinzugehen und genau von diesem Diskurs dann zu provitieren und den eben weiter zu fördern.
00:32:23: Aber es ist ja das spannende Perspektive, was du immer zu Anfang halt erzählt hast, wenn man sich immer guckt, wie das Thema auf dieser Plattform halt behandelt, da sieht man ja auch schon, sind andere Marken im Altimida aktiv, gibt es da immer deaktive Creatorinnen auf welcher Plattform halt auch immer genau diese Entscheidungen halt zu treffen.
00:32:36: und speziell, wenn er ja noch kein Mitbewerber von mir ist und man da dann ja einfach qualitativ hochwertigen Konnt ihr zur Plattform-Past anbietet?
00:32:45: Ist das ja eine riesen Chance, einfach für eine Marke noch auf eine junge Plattform zu gehen, wo ich wahrscheinlich noch nicht die Reichweiten hatte, die ich mal heutzutage in Instagram oder TikTok hatte?
00:32:54: Ja, auf jeden Fall.
00:32:56: Also, ich glaube aber auch, den Instagram, TikTok und Facebook sollte man immer erst mal die Auswahl mit aufnehmen und dann schauen, ob man da vielleicht schon sehr gut Geschwindigkeit aufnehmen kann.
00:33:08: und den Instagram, TikTok, Facebook.
00:33:12: In Teilen auch, da kann man schon einen sehr großen Anteil seiner jeweiligen Community meistens erreichen.
00:33:19: Und das sind auch die Plattformen, wo man wirklich sehr mainstreamig kommunizieren kann oder seine Subcommunity so kommunizieren kann, dass sie halt schneller in diesen Mainstream rückt, wenn man vom Mainstream noch sprechen möchte.
00:33:36: Wie war ich auf solchen Plattformen eine authentische Kommunikation drauf?
00:33:41: Noch mal Tiktok immer das Beispiel bringt ja nichts, wenn ich in der einen Woche mache, klick das Video, dann nehm ich in der nächsten Woche DIY-Content und in der dritten Woche mache ich, weiß ich nicht, Co-Rezepte, weil das irgendwie entfernt zu meiner Marke passt oder auf jedem Trend hinterher.
00:33:53: Was wären da von dir Tipps, die man angehen sollte?
00:33:57: Vielleicht ein ganz spannendes Beispiel.
00:34:00: Ich habe mir vor kurzem mal den Lebensmittel-Einzelhandel auf den verschiedenen Socials angeguckt und Das ist ganz, ganz spannend, weil die kommunizieren eigentlich alle gleich.
00:34:09: Die haben so ein Hero Face, heißt einen großen Trailer oder mehrere große Trailer, die eben Kampagnenweise, so alle drei Monate für die jeweilige Marke Peaks setzen.
00:34:20: Und meistens ist das so rumorvoll inszeniert, heißt das irgendein lustiger Kampagnespot oder eine Kampagneserie von dem jeweiligen Ali Hala.
00:34:28: Und dann ist es so bei dem Always On Content, dass die entweder kochen, die teilen irgendwelches Food Know-how, heißt irgendwie Wissen rund um Kochen und wie man irgendwie bestimmtes Gemüse oder Obst auseinanderhalten kann und so weiter.
00:34:44: Und dann vielleicht noch ein paar Memes.
00:34:45: So, das ist quasi die Kern-Content-Strategie von gefühlt jedem Lebensmittel Einzelhänder da draußen.
00:34:52: Und dann fragst du dich natürlich irgendwann, okay, wie wollt ihr euch jetzt eigentlich noch differenzieren?
00:34:58: Und dann kommt es oftmals zu dem Punkt, dass sie sagen, na ja.
00:35:01: Eigentlich ist ja der ausschlaggebende Punkt der Preis.
00:35:06: Und dann verlieren die sich oftmals leider tatsächlich in diesem Preisthema, was natürlich für den Handel total wichtig ist, aber langfristig nicht die Marke stärkt.
00:35:16: Also, da wird dann sehr auf Sales Performance abgezielt und die Brand Performance außer Asch gelassen.
00:35:22: Das ist ja ein gemeinsames Thema, was ich glaube, ich seit den Anfangszeiten des Marketings so ein bisschen durchzieht, dass man immer aufwiegt Marke gegen Sales und am Ende entscheidet man sich vielleicht auch eher für die Sales, weil am Ende ist dafür das Marketing auch da.
00:35:37: Brand zahlt halt keine Rechnung.
00:35:39: Genau.
00:35:40: Was auch vollkommen verständlich ist.
00:35:42: Also am Ende wollen wir alle Geld verdienen und deswegen machen wir Marketing.
00:35:46: Aber wenn wir eben nur auf die Sales Performance gehen, dann gehen wir auf kurzfristige KPIs.
00:35:51: Heißt einfach... Wir treiben vielleicht kurzfristig den Umsatz, aber langfristig verliert unsere Marke an Wert.
00:35:59: Ganz aktuelles Beispiel der letzten Jahre ist Nike.
00:36:03: Nike hat die vergangenen Jahre sehr, sehr viel so in Discount und in Sales Performance und so weiter investiert, hat aber plötzlich die Marke vergessen.
00:36:12: In der Zeit ist Adidas ziemlich stark gewachsen, natürlich immer noch lange nicht so groß wie ein Nike.
00:36:18: Aber man hat schon gemerkt, wie sich das bei Nike auf den Umsatz auswirkt und wie Adidas dann dementsprechend davon profitiert hat, dass Adidas eben zu stark auch in die Marke investiert hat.
00:36:33: Kundinnen, die mal beschäftigt, die mir ganze Sportarten aussagt gelassen.
00:36:36: Und dann kannst du dann verschieden wie On, beispielsweise, oder das auch wieder alte Marken, wie ein Reboot oder sowas, wo man wieder stark sind oder mal zumindest sich Teile von dem Markt im Endeffekt gesichert haben.
00:36:45: Ja, auch im Running-Bereich Hoka ist, oder so nennt man die Marke, die ist auch hochgekommen, auch richtig stark geworden, auch mega bekannt und oftmals sogar bevorzugt gegenüber Nike-Running schon, was ja auch mega spannend ist, dass da plötzlich so ... Ja, ich sag's immer so Challenger Brands aufkommt, die dann so einen Markt irgendwie disrupten.
00:37:07: Da
00:37:07: musst du immer bei den Supermärkten bleiben.
00:37:09: Was würdest du denn besser machen oder anders machen?
00:37:12: Also wenn du sagst, wenn wir jetzt hier fünf Ketten, die machen wir mal das gleiche, immer du bist die Sechste oder würdest eine von diesen fünf Brands beraten, wie die anders kommunizieren sollten?
00:37:21: Was wäre da dein Vorstärke?
00:37:24: Also die erste Sache ist auch so ein bisschen sind ja alles Massenmarken, da werden wir wieder bei dem Thema am Anfang, dass Massenmarken oftmals versuchen, auf jedem Channel alle aus der jeweiligen Community zu erreichen.
00:37:35: Das wäre so die erste Sache, die ich erst mal angehen würde.
00:37:39: Heißt, ich würde ganz bewusst gucken, okay, wen erreichen wir auf diesem jeweiligen, auf dieser jeweiligen Plattform am besten.
00:37:47: Und dann fällt uns wahrscheinlich ganz schnell auf, dass wir auf TikTok gerade versuchen, irgendwie... Eltern zu erreichen, dann aber auch Schülerinnen und Schüler und vielleicht auch irgendwie Jugendliche, die gerade ihre erste eigene Wohnung beziehen und so weiter.
00:38:01: Und alles findet auf einem Account statt.
00:38:02: und dann gibt es ja so ein bisschen die These von manchen aus unserer Branche, dass die sagen, na ja, der Algorithmus, der findet ja schon die richtigen Leute und das ist auch in Teilen so.
00:38:13: Deswegen wird auch oftmals gesagt, na dann brauchen wir ja nicht irgendwie Themen spezifische Accounts, aber es kann schon Sinn machen, dass man in Themen spezifischen Accounts denkt, dass man dann zum Beispiel einen Lidl oder Aldi Parent Account machen für Eltern, weil es da halt dann um ganz viel Elternstuff geht und es oder vielleicht allgemein Familienstuff.
00:38:35: Man kann aber auch irgendwie ein Account für junge Menschen machen, so wie... Es gibt auch so ein Gerüstbauer, richtig lustig auf Instagram.
00:38:44: Der macht so Content wie heute zeige ich euch ein Gerüstbauer Sandwich und dann reißt er dieses Baguette so auf, dann packt er da irgendwie Mozzarella und Tomaten und so rein und sagt dann ja fertig ist das Sandwich.
00:38:57: und das ist halt so eine Sache, wo man als Marke vielleicht nicht direkt darauf kommen würde, aber es... spricht genau die Zielgruppe von einem Lidl oder Aldi an, wo man dann sagen könnte, ey, eigentlich voll logisch mit dem eine Kooperation zu machen, weil der spricht genau die Leute an, die wir eigentlich mit unserem Discount-Ansatz ja erreichen wollen in erster Linie.
00:39:19: Also irgendwie Handwerker, Handwerkerinnen oder so, sind ja oftmals die, die man in einem Lidl oder Aldi dann sieht und die sich da mittags ersten holen.
00:39:29: Und ... auch aber junge Menschen, die dann, was ich Liedel hatte vor ein paar Wochen, so das Beispiel mit den Schokokrössungs.
00:39:37: Da ging es so ein bisschen darum.
00:39:38: dass die Schülerinnen und Schüler morgens in den Lidl kommen und um sieben oder dreißig oder so sind schon alle Schokokrossongs ausverkauft.
00:39:45: Und die haben sich dann so ein bisschen vulgär auch die Frage gestellt, warum ist das überhaupt so?
00:39:49: Und das Ganze ist zu einem riesen Trend geworden, hat Lidl dann auch aufgegriffen.
00:39:53: Das sind dann solche Sachen, wo man dann irgendwie basierend auf diesen Insights, die man aus der Community gewinnt, sehr gut sich auch von dem Wettbewerb abheben kann, weil es gibt.
00:40:03: Total viel Diskurs zu den jeweiligen Marken, den man aufgreifen kann.
00:40:07: Aber dieser Diskurs, der wird bisher nicht aufgegriffen und das wäre dann dementsprechend, das würde ich... was ich machen würde.
00:40:13: Und was ja spannend ist, was du immer zu Anfang gesagt hast, als Antwort immer auf die Frage, dass man ja, wenn man weiß, es gibt Interessens oder Communities, immer die groß genug sind wie Parenting oder ein ähnliches, dass man die als Marke noch mal mit einem eigenen Account mal bespielt, weil wenn sich ja die Rolle des Social Media Nutzers ändert oder ergänzt, immer wird dieser Content für ihn dann ja auch wichtig und der Algorithmus wird es ihm dann ja zeigen.
00:40:37: Ja.
00:40:38: Auf jeden Fall, ja.
00:40:39: Also spannende Ansätze und die Empfehlung, mir als eine Account zu betreiben pro Plattform.
00:40:43: Ja, also es macht es natürlich alles auch immer komplexer.
00:40:48: Also wenn du jetzt sagst, okay, wir wollen jetzt alle Plattformen bedienen und wir wollen auf allen möglichen Plattformen auch verschiedene Communities mit verschiedenen Accounts ansprechen, wird es ja nur noch komplexer.
00:41:00: Aber es kann in Teilen schon Sinn machen.
00:41:02: Also, wenn man jetzt sagen würde, okay, wir fokussieren uns jetzt vielleicht einfach auf TikTok, Instagram und Facebook, dann sind das halt unsere Kernkanäle.
00:41:10: Und dann machen wir uns vielleicht Gedanken, wie können wir denn auf diesen drei Kernkanälen irgendwie verschiedene Communities ganz gut ansprechen?
00:41:16: Und dann kann es Sinn machen, dass wir für verschiedene Communities eben Accounts aufsetzen.
00:41:22: Aber wenn man halt irgendwie ganz viele verschiedene Plattformen abdecken muss.
00:41:27: dann ist man am Ende auch wieder bei diesem Ressourcenthema.
00:41:30: Was kann man überhaupt abdecken?
00:41:32: Und das muss man dann immer so ein bisschen abwägen.
00:41:36: Und ist deshalb nicht nur eine Frage von, was sollte man machen, sondern auch, was kann man machen.
00:41:42: Genau.
00:41:43: Deswegen immer so ein Thema von der strategischen Denkweise her.
00:41:46: Oder was sollte man einfach mal machen?
00:41:48: Unser traditionell letzte Frage.
00:41:49: Mori, Sie sind nämlich schon am Ende von einem Gespräch, ging sehr schnell rum.
00:41:53: Was ist denn dein einfach mal Machenekord für unsere Hörerinnen und Hörer?
00:41:57: Ich glaube jetzt aus dem Gespräch heraus würde ich sagen, dass man vielleicht Marketingteams auch als Newsroom denken sollte.
00:42:05: Weil, wenn man sich anguckt, wie wir eigentlich mittlerweile Marketing machen, tagtäglich, dann ist es so, wir gucken uns an.
00:42:13: Was sind da draußen eigentlich gerade so für Themen relevant?
00:42:16: Heißt, wir erheben in erster Linie Daten und... leiten daraus irgendwie einen Relevanz Signal ab und dann versuchen wir aus diesen Daten irgendwie Geschichten für unsere Marke zu erzählen, damit unsere Marke eben irgendwie draußen wieder relevant wird.
00:42:30: Heißt so ein klassisches Thema von Medienmarken eigentlich.
00:42:34: Deshalb ist das vielleicht irgendwie ein Ansatz, den wir in Zukunft öfter mal ausprobieren sollten, dass wir Marketingteams nicht... wie typische Marketingteams denken, sondern einfach wie Newsrooms, die sich tagtäglich damit auseinandersetzen mit der Frage, was ist da draußen eigentlich gerade relevant und wie können wir diese Geschichten aufgreifen, um sie mit unserer Marke weiterzuerzählen?
00:42:55: und nur nicht einfach so kurzfristig, dass wir mal einen Content-Peace dazu raushauen, sondern auch langfristig vielleicht als Serie, weil wir uns längerfristig mit einer Community auseinandersetzen und da reinwachsen möchten.
00:43:06: Dann macht das auch einfach mal.
00:43:07: Maurice, vielen Dank, dass du da warst.
00:43:09: Und uns mal eine frische und ungewöhnliche Perspektive auf das Thema Marketing, speziell für irgendetwas mitgebracht.
00:43:14: Das danke, dass du da warst.
00:43:16: Sehr gerne.
00:43:17: Ciao.
00:43:17: Ciao.
00:43:20: Das war wieder richtig spannend, die Stimme hat durchgehalten, ich habe da Menge gelernt, ich hoffe ihr auch.
00:43:24: Zentrales Learning, was ich mitnehme, ist das, was Maurice vor allem am Ende noch mal sehr pointient dargestellt hat.
00:43:29: Marketing, einfach zu denken, wie eine Content-Produktion, so entstehen einfach richtig gute Inhalte.
00:43:33: Und das hat Maurice später noch gesagt, als die Mikros aus waren, wenn man seinen Ansatz Konsequenz zu Ende denkt, braucht man dafür eigentlich gar nicht viel Personal, sondern ein sehr schlankes Team, jemand, der Research macht, einer, der die Creators macht und einer, der sich mit dem Thema Data beschäftigt.
00:43:48: Und das wäre so das Rumpfteam, was... eher für seinen Ansatz bräuchte oder veranschlagt, um den ans Lauf zu bringen.
00:43:53: Was haltet ihr davon?
00:43:54: und wie seht ihr das?
00:43:55: Geht ihr damit oder habt ihr da eine ganz andere Perspektive drauf?
00:43:58: Lasst uns wieder sehr gerne bei LinkedIn den Podcast hier verlängern und darüber weiter diskutieren.
00:44:02: Bis dahin noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache.
00:44:05: Wenn euch generell das Thema Social Media Marketing umtreibt, dann geht einfach mal auf ormr.com slash education.
00:44:11: Klickt da einfach mal auf den Knopf Social Media oben in unser Themenwolke, wo ihr Die Schwerpunktseiten zu den einzelnen online Marketingdisziptiven findet, die wir für euch zusammengestellt haben.
00:44:21: Dort findet ihr das komplette OM-Education-Portfolio zu jeder Plattform, die wir schon beagert haben.
00:44:25: Und ihr wisst, mit dem guten alten Gutscheinkot, bekommt ihr auch noch zehn Prozent Rabatt auf eure Fortbildung bei OMR Education.
00:44:34: Gehe jetzt auf www.omr.com.slash-education und stell dir deinen Weiterbildungsprogramm zusammen.
00:44:39: Ich bin Rolf, das war OM-Education für heute.
00:44:41: Lasst gerne ein Abo für den Kanal an, dann verpasst du keiner in den nächsten Episoden.
00:44:44: Tschüss aus Hamburg, tschau tschau.
00:44:57: Dieser Podcast wird produziert von Portstars.
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